Sächsische Kirchenleitung verurteilt Aufrufe zur Gewalt

DRESDEN (Presseerklärung der Ev-Luth. Landeskirche Sachsen) Die Kirchenleitung der Evangelisch-Lutherischen Landeskirche Sachsens sieht in der Äußerung von Tatjana Festerling auf der LEGIDA-Kundgebung am 11. Januar 2016 in Leipzig einen Aufruf zur gewaltsamen Auseinandersetzung, der dem gesellschaftlichen Frieden im Land schweren Schaden zufüge.

Auf ihrer Sitzung am 18. Januar in Dresden verurteilte die Kirchenleitung alle Aufrufe zur Gewalt und wendet sich gegen alle öffentlichen Äußerungen, durch welche ein geistiges Klima geschaffen werden solle, das Gewalt als Mittel der politischen Auseinandersetzung legitimiere.
Die Kirchenleitung stellte sich hinter den Leipziger Kirchenbezirksvorstand, der nach diesen Aufrufen Strafanzeige erstattet hatte.

Zum Hintergrund: Auf der LEGIDA-Kundgebung am 11. Januar 2016 wurde folgende Äußerung von Tatjana Festerling aufgezeichnet: „Wenn die Mehrheit der Bürger noch klar bei Verstand wäre, dann würden sie zu Mistgabeln greifen und diese volksverratenden, volksverhetzenden Eliten aus den Parlamenten, aus den Gerichten, aus den Kirchen und aus den Pressehäusern prügeln.“

Von Vertretern der Kirchen der Messestadt war für den 11. Januar zu einer friedlichen Lichterkette aufgerufen worden, um ein Zeichen gegen Gewalt und Ausländerfeindlichkeit zu setzen.

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