Die erste Stunde des Tages ist ein täglicher Kampf zwischen dem Wunsch, im Ungefähren zu bleiben, und dem Zwang der Realität. Ein kurzes Schlaglicht auf den Moment, in dem wir uns entscheiden, das Bett zu verlassen – und wie der einfache Duft von Kaffee zum ersten Wegweiser in einer noch verschwommenen Welt wird.
Die erste Stunde am Morgen hat ihre eigene Dramatik. Manche springen ja fröhlich aus dem Bett und stürzen sich voller Energie in den Tag. Andere bringen zwanzigmal den Wecker zum Schweigen. Wer hat den eigentlich am Abend gestellt? Ach so, ich selbst.
Ich drehe mich nochmal zur Wand.
Mitten in den beginnenden Traum stösst die Erkenntnis vor, dass ich ja einige wichtige Termine habe.
Die Welt geht aber auch nicht unter, wenn ich liegen bleibe. Sollen doch andere kämpfen. Ich mag nicht.
Warum sitze ich im Bett?
Keine Ahnung.
Langsam schleiche ich mit geschlossenen Augen zur Küche. Es riecht nach Kaffee.
Da war wohl jemand vor mir wach.
Ich trinke.
Verschlafen wasche ich mein Gesicht und ziehe mich an.
Der Tag beginnt.


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