Freiraum

Freiraum · 08. Mai 2026
Ein Gespräch unter Menschen, keine Erwartungen und 45 Minuten Zeit für das, was trägt. Warum der Kaffeetisch für mich zum Ort des Auftrags geworden ist und wie sich der Glaube zwischen Straßenbahn und Parkplatz bewährt. Ein Impuls über die Freiheit, dort zu sein, wo ich in diesem Augenblick sein muss.
Freiraum · 26. April 2026
Anlehnend an Johannes 10,1-10 beschreibe ich meine Perspektive auf ein Leben in Fülle – nicht als regellose Offenheit, sondern als Weg der Unterscheidung: zwischen Sichern und Loslassen, zwischen Expertise und disziplinierter Zurückhaltung. Eine lebenslange Aufgabe mit häufigem Hinfallen und Neustart.

Freiraum · 31. März 2026
Wie ich Künstliche Intelligenz nutze In der Theologie suchen wir seit jeher nach Sprache für das Unaussprechliche. Dabei nutzen wir Werkzeuge: Bücher, Konkordanzen, den Austausch mit Kollegen und die Recherche in Archiven. Seit einiger Zeit ist ein neues Werkzeug hinzugetreten: die Künstliche Intelligenz (KI). Da Transparenz für die Glaubwürdigkeit theologischer Arbeit unerlässlich ist, möchte ich hier offenlegen, wie und warum ich dieses Werkzeug nutze – und wo seine klaren Grenzen...
Freiraum · 20. März 2026
Ein seltsames Gebot: Mach Dir kein Bild. Mach auch kein Gleichnis. Gott ist mit nichts im Himmel vergleichbar. Gott ist mit nichts auf der Erde vergleichbar. Und erst recht Vergleiche mit negativen Dingen passen nicht. Und dann entfaltet die Bibel selbst Bilder. Gott begegnet in der Feuersäule. Gott begegnet im brennenden Dornbusch. Gott begegnet im leisen Säuseln des Windes. Gott wählt und verwirft. Und dann kommt Jesus: Auch er fordert noch einmal auf, nicht dorthin zu gehen, wo andere...

Freiraum · 25. Februar 2026
Freundinnen und Freunde sind wichtig. Sie bleiben auch dann wichtig, wenn sich ein Liebespaar gefunden hat. Es braucht die Außenperspektive von anderen Menschen. Nur gute Freundinnen und Freunde können sehen, ob eine Beziehung tatsächlich liebevoll ist oder ob sich eine ungesunde Abhängigkeit entwickelt. Wie hat sich der vertraute Mensch in der Liebesbeziehung verändert? Hat die Person genug Raum zum Atmen oder gehen ihre Bedürfnisse unter? Wird sie leiser oder blüht sie auf? Es ist gut,...
Freiraum · 18. Februar 2026
Tirol. Zwischen mächtigen Bergen fließt der Inn. Der Mensch hat die Landschaft mitgestaltet. Doch es besteht kein Zweifel, dass die Natur der eigentliche Chef bleibt. Die Orte sind über Generationen gewachsen. Die Menschen erleben den Wechsel der Jahreszeiten. Schnee bleibt lange in den Bergen und trägt bis zum Sommer die Erinnerung an den Winter. Es ist Aschermittwoch. An der Dialyse fließt die Zeit gedehnt langsam. Das Wissen von Generationen ermöglicht meine längere Existenz. Das...

Freiraum · 10. Februar 2026
Eine "Überflutung der menschlichen Herzen und Köpfe mit elektronischem Entertainment" hat der Passauer Bischof Oster beklagt.
Freiraum · 18. Januar 2026
In der Jungsteinzeit wurden die Menschen sesshaft. Landbesitz und wertvolle Resourcen gehörten bestimmten Gruppen. Andere wurden zur Bedrohung eigener Ansprüche. In diesem Kontext begannen die ersten Kriege in der Geschichte der Menschen. In Jesaja wird die Erfahrung von Krieg und Gewalt aus der Perspektive derer erzählt, die Besitz und Land aufgeben mussten. Zwischen den Weltmächten steht der Gottesknecht. Er wirkt nicht wie ein mächtiger Held. Gerade in seiner Ohnmacht aber erweist er...

Freiraum · 17. Januar 2026
Der griechische Fabeldichter Äsop erzählt die Fabel vom Fuchs und den Trauben. Der Fuchs erreicht die Trauben nicht. Sie hängen zu hoch. Der Fuchs behauptet nun, er habe die Trauben ohnedies nicht haben wollen, weil sie zu sauer seien. Die Geschichte kritisiert das Schönreden einer Niederlage. Tatsächlich aber kann das Schönreden einer Niederlage befreiend wirken. In meinem Leben hatte ich viele Niederlagen. Krankheiten und Gewohnheiten verhinderten manchen Erfolg. Oft genug fand ich die...
Freiraum · 30. Dezember 2025
Eine alte Frau hat im Lukasevangelium ihren Auftritt. Hanna. Die 84 jährige Witwe erkennt in Jesus einen Erlöser. Ihre Lebensgeschichte wird kurz angerissen. Sie hat jung geheiratet, noch als Kind. Sieben Jahre war sie verheiratet. Viele Jahre lebte sie als Witwe. Sie betete im Tempel und wartete. Vielleicht wusste sie selbst nicht, worauf sie wartete. Das Warten wurde ihr in die Wiege gelegt. Hanna kommt aus dem Stamm Ascher. Bei der Landverteilung bekamen die Nachfahren des achten Sohnes...

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