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Heimatloses Licht der Nationen

Völkerschlachtdenkmal in Leipzig
Völkerschlachtdenkmal in Leipzig

Jesaja 49, 3-6

In der Jungsteinzeit wurden die Menschen sesshaft. Landbesitz und wertvolle Resourcen gehörten bestimmten Gruppen. Andere wurden zur Bedrohung eigener Ansprüche. In diesem Kontext begannen die ersten Kriege in der Geschichte der Menschen. 

In Jesaja wird die Erfahrung von Krieg und Gewalt aus der Perspektive derer erzählt, die Besitz und Land aufgeben mussten. 

Zwischen den Weltmächten steht der Gottesknecht. Er wirkt nicht wie ein mächtiger Held. Gerade in seiner Ohnmacht aber erweist er sich als Bote einer göttlichen Botschaft, die nicht allein einem Volk gehört. 

Der Aufbau von Städten und Nationen ermöglichte Architektur und Wissenschaft. Sie sind der Rahmen, in dem sich die Menschheit entwickeln konnte. Doch dieser Rahmen wurde und wird mit blutigem Ernst verteidigt. 

Das Licht der Welt durchbricht die Logik der Mächtigen. 

Für Christen ist Jesus das Licht der Welt. 

Er beschreibt sich selbst als nicht sesshaft. 

Er nutzt Städte. Er nutzt die Münzen des unterdrückenden Römischen Reiches.

Sein Blick aber geht auf die Veränderung der Herzen. 

Gib dem Kaiser, was der Kaiser für wichtig hält.

Doch nimm diesen Rahmen nicht wichtig.

All diese Diktatoren und Machthaber von Nationen sind vergänglich.

Häng Dein Herz nicht an eine Nation und an eine Fahne. 

Dein Reich ist nicht von dieser Welt. 

Du bist nicht für Nationen da, sondern für Menschen. 


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