Eine alte Frau hat im Lukasevangelium ihren Auftritt. Hanna. Die 84 jährige Witwe erkennt in Jesus einen Erlöser.
Ihre Lebensgeschichte wird kurz angerissen. Sie hat jung geheiratet, noch als Kind. Sieben Jahre war sie verheiratet. Viele Jahre lebte sie als Witwe.
Sie betete im Tempel und wartete.
Vielleicht wusste sie selbst nicht, worauf sie wartete.
Das Warten wurde ihr in die Wiege gelegt. Hanna kommt aus dem Stamm Ascher. Bei der Landverteilung bekamen die Nachfahren des achten Sohnes von Jakob ein besonders fruchtbares Land an der Küste vom Mittelmeer. Dort aber lebten die Kanaaniter. Besonders in Aphek konnten Jakobs Söhne nie heimisch werden. Im Gegenteil: die Stadt steht für militärische Niederlagen Israels.
In Jesus sah Hanna die Erlösung Israels.
So fügt sie dem Mosaik des kleinen Baby einen wichtigen Aspekt hinzu.
Viele warteten zu dieser Zeit auf konkrete Befreiung von der römischen Besatzung. Für diese war Jesus eine Enttäuschung.
Der Ohnmächtige findet seine Befreiung in seinem Herzen. Dort wächst ein Frieden, den die Welt nicht geben kann.
Der Fokus auf die Liebe erkennt die gemeinsame Wurzel aller Menschen und sucht nach Wegen, miteinander zu leben.
Die Liebe stürzt die Mächtigen vom Thron und schafft den Ohnmächtigen Raum.


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