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Kein Frieden auf Erden

Die Marienquelle in Leipzig
Die Marienquelle in Leipzig

Der Weg führt durch einen kleinen Park. Rechts geht es leicht bergab zu Steinen. Eine verschlossene Pforte markiert die Stelle, an der in früheren Jahrhunderten eine Quelle war. 

Maria war da. 

Die Leipziger Sage wird nicht konkret, wer diese Maria war. Jedenfalls habe sie einen Kranken hier durch das Wasser aus dem Felsen geheilt.

Die Quelle ist seit dem Beginn des 20. Jahrhunderts ausgetrocknet. 

Energie gibt es wenige Schritte weiter auf der anderen Seite einer befahrenen Straße. Eine Tankstelle in blauem Design verkauft Benzin und Diesel. Blau ist nach katholischer Lesart die Farbe der Gottesmutter Maria. 

Reinheit, Wahrheit und Treue werden mit dieser Farbe assoziiert. 

Durch die Jahrhunderte strahlt die Erinnerung an die Mutter Jesu. Unter der Schicht der Verehrung und der Sichtungen steckt eine Frau, die Gott preist, weil er ihre Ängste in Freude verwandelt hat. 

Der göttliche Sohn kommt in eine friedlose Welt. Der Friede im Römischen Imperium war der Frieden einer Diktatur mit Sklaven und Freien. 

Pacare bedeutete, Frieden mit der Waffe schaffen. 

Jesus entzieht sich dem Machtspiel.

Zum heiligen Ort wird jeder Ort, wo wir Menschen mit unserer vergänglichen Macht aus der Ohnmacht befreien. 


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