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Grenzlandmuseum Eichsfeld

Meine Kindheit und Jugend war von Familienreisen in Europa geprägt. Diese Reisen endeten allerdings an der innerdeutschen Grenze. 1987 reiste mein Vater mit seiner Familie von Süd nach Nord an dieser Grenze entlang. Mit dem Feldstecher ging unser Blick in ein unbekanntes Land. Ich war 17, als unerwartet die Grenze verschwand. 

Inzwischen weiß ich, dass neue Grenzen entstanden, weit weg von den Orten meiner Kindheit und Jugend und doch ebenso schmerzhaft für jene, die dort leben müssen. 

In der DDR war das Eichsfeld eine kleine katholische Region mit eigenem Selbstbewusstsein. 

Das Grenzlandmuseum Eichsfeld erzählt von den alten und neuen Mauern. 

Manche Vergleiche sind naheliegend: so ist das geteilte Korea in einer vergleichbaren Situation wie das geteilte Deutschland. 

Mauern entstehen aber auch in anderen Kontexten, die nicht immer vergleichbar sind. Trotzdem sind Grenzen immer schmerzhaft für jene Menschen, die in ihrem Schatten leben.

Mauern und Grenzanlagen lösen keine Konflikte, können aber Konfliktparteien getrennt halten. 

Das Grenzlandmuseum erzählt am historischen Ort und mit vielen Originalstücken von Teilung und Wiedervereinigung. 


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