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Nacht der Schmerzen

Die Nacht hält nicht fest

Wenn die Dunkelheit sich wie ein schwerer Stoff um deine Schultern legt,
und der Schmerz nicht mehr fragt, ob du ihn tragen kannst,
dann scheint die Welt im Stillstand zu verharren.
Die Nacht ist lang, sie kennt kein Erbarmen mit den Zweifelnden,
und das Schweigen der Stunden lastet schwerer als jedes Wort.

Doch horch auf den Puls, der unter deiner Haut schlägt.
Er ist die älteste Antwort, die wir kennen.
Er ist das Trotzen gegen das Verstummen,
ein beharrliches Ja, das kein Argument braucht.

Denn so tief die Finsternis auch greifen mag,
sie hat kein Fundament.
Sie ist nur das Warten auf das Licht, das bereits unterwegs ist.
Das Leben ist kein Zufall, der im Dunkeln verlischt,
es ist eine Kraft, die sich durch den härtesten Asphalt bricht.

Du musst jetzt nicht siegen.
Es genügt, zu atmen.
Es genügt, dem kommenden Morgen zuzutrauen,
dass er die Schatten wieder klein macht.
Nicht, weil alles gut ist,
sondern weil das Leben in dir größer ist als die Angst vor der Nacht.

Halt aus. Der Tag bereitet sich schon vor.


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