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Iss und erinnere Dich an mich!



Iss und erinnere Dich an mich! Mit Jesus Christus zu Tisch


Manchmal steht die Zeit still - ohne große Worte. Ein Duft oder ein Geschmack reicht. Ich trinke einen Espresso und spüre deutlich: Martina ist da. Ich sehe sie vor mir, mit ihrer Geschichte und mit ihren Erfahrungen, losgelöst von irdischer Sorge. Ein Schluck aus der Tasse - und die Erinnerung überbrückt die Zeit. Martina ist real präsent. 


Bei Schnitzel mit Kartoffelsalat geht es mir ähnlich. Kartoffelsalat kennt in Europa unzählige Varianten. Das Rezept brachte meine Mutter aus ihrer mährisch-schlesischen Heimat mit. Jahre später servierte Martinas Mutter mir das identische Rezept. Auch sie kommt aus Schlesien. Ein Gefühl von Kindheit und Heimat erfüllte mich. Beim Kartoffelsalat ist der Koch oder die Köchin wichtig.

Ein Zeichen, das bleibt
Jesus wusste um diese Kraft des gemeinsamen Essens. Er hat uns kein kompliziertes Lehrbuch hinterlassen, sondern ein Erinnerungszeichen, das man schmecken kann. Brot wird geteilt, Wein wird gemeinsam getrunken. Wohl absichtlich ist es kein aufwendiges Rezept, bei dem man viel falsch machen kann.

„Tut dies zu meinem Gedächtnis“, sagte er. Er wählte die elementarsten Dinge des Lebens, um zu sagen: Ich bin da. In der Einfachheit des Teilens, in der Gemeinschaft am Tisch, bleibt seine Gegenwart spürbar.

Vom Streit zur Tat
Natürlich ist es wichtig, dass wir uns darüber austauschen: Wer ist dieser Jesus für uns heute? Wie gestalten wir das Gedenken würdig? Und ja, auch die Frage, welche Symbolkraft die Wahl des Vorstehers oder der Vorsteherin haben kann, hat ihr Gewicht – so wie die Hand, die den Kartoffelsalat zubereitet, den Geschmack der Heimat prägt.

Doch manchmal verlieren wir uns in diesen Diskussionen und vergessen, dass wir ein paar klare Aufträge von Jesus haben:

  1. „Tut dies zu meinem Gedächtnis!“
  2. „Die an mich glauben, sollen eins sein!“
  3. „Liebt einander, wie ich euch geliebt habe!“

Die einfache Wahrheit
Vielleicht verdecken die Dogmen tatsächlich die Sicht auf das Wesentliche. Wenn wir Brot und Wein teilen, geht es nicht um theologische Beweisführungen oder kirchenamtliche Vorschriften. Es geht darum, dass Jesus in unserer Mitte ist, wenn seine Liebe in unseren Gemeinschaften sichtbar wird.

Wenn ich also meinen Espresso trinke und an Martina denke, oder den Kartoffelsalat genieße, dann lerne ich: So wird die Erinnerung zu einer Gegenwart, die man teilen und schmecken kann. Und wenn wir Jesu Auftrag ernst nehmen, dann wird er an unserem Tisch lebendig – jenseits aller theologischen Grenzen.


Das geistliche Schlusswort 

Göttliches Wort!

DU bittest uns nicht an einen Tisch, um über Dein Wort zu streiten.
DU lädst uns zu einem Festmahl ein.
Wo wir das Brot in Gemeinschaft teilen.
Wo wir vom Wein der Liebe berauscht sind.
Da bist Du mitten unter uns.

Amen


Quellen & Anhang 

Hintergründe & Quellen zum Text:

📖 Biblische Spuren im Text:

  • Lukas 22,19 (Das Gedächtnis)
  • Johannes 17,21 (Die Einheit)
  • Johannes 13,34 (Die Liebe)
  • Psalm 34,9 (Das Schmecken)
  • Matthäus 25,35 (Die Gastfreundschaft)

🥗 Kulinarische Spurensuche:
[Fast] das Rezept meiner Mutter und Martinas Mutter – ein klassischer schlesischer Kartoffelsalat – findet sich zum Nachkochen hier:
👉 Zum Rezept: Schlesischer Kartoffelsalat



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