Die Knoxknix von Sartunien

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Die Knoxknix von Sartunien

Sieben außerirdische Raumschiffe nahe dem Jupiter wurden an diesem Tag unmissverständlich als künstliche Objekte erkennbar. Die Welt nahm es als Rauschen in den Nachrichten wahr. Die Mächtigen bereiteten sich vor, um eine Reaktion zu planen. Dann geschah etwas völlig Absurdes: In einem einzigen Augenblick verschwanden weltweit jene Menschen, die im Verborgenen die Paläste der Macht am Laufen hielten. Manche hatten noch Werkzeug in der Hand, andere ein Reinigungstuch oder eine Glühbirne. 

Auf der Erde war man zutiefst irritiert – und doch seltsam erleichtert. Die Mächtigen standen hilflos wie bestellt, um den Fremden die Erde zu erklären. Doch sie wurden keines Blickes gewürdigt. Man ignorierte sie. Unbedeutend waren sie alle, die doch so mächtig schienen. 

Schnell reagierten die Institutionen. Da ist nichts. Alles Fake News. 

Während die Raumschiffe am Himmel stoppten, bezog die Belegschaft des Hintergrunds an Bord ihre Quartiere. Dort erhielten sie ihre Instruktionen von den Fremden aus einer fernen Galaxis.

„Wir, die vereinigten Knoxknix von Sartunien, haben den Auftrag erhalten, Euch in die ganze Weisheit des Kosmos einzuführen. Wir haben das Bewusstsein aller Mystiker und Forscher vereint, auch von Eurer unbedeutenden Welt. Wir verstanden sofort. Wir fanden zur Einheit aller Wesen in der Vielfalt. Nun kommen wir, um Euch zu fragen: Seid ihr bereit, alle trennenden Institutionen und Religionen aufzulösen, um die Einheit in Vielfalt mit uns zu verknüpfen?“

Doch die Entführten, die die Paläste der Macht am besten kannten, sahen sich an. In ihren Herzen herrschte Einigkeit über die bittere Realität der Erde. Sie fragten die Fremden: 

„Niemals werden das unsere Führer verstehen. Da sind wir uns alle einig. Könnt ihr sie nicht mit eurer Macht überwinden?“

Die Antwort der Knoxknix war kurz:

„Nein, erst müsst ihr zueinander finden, doch die Zeit wird knapp... wir ziehen dann weiter und kommen in 500 Jahren wieder... vielleicht seid ihr dann reif... die Wahrheit kann nicht mit Gewalt erzwungen werden.“

Im nächsten Moment war die Belegschaft wieder zurück auf der Erde. Sie machten einfach weiter. Die Mächtigen waren beruhigt. Im Stillen besaßen Dienende nun die ganze Weisheit des Universums, konnten davon aber nicht sprechen. Sie wussten, dass die Menschheit ihre größte Chance verspielt hatte – doch wer würde ihnen schon glauben?

In den Teleskopen der Astronomen war kurz darauf eindeutig ein Asteroid zu sehen. Er glühte in der Nähe des Ringplaneten nur kurz auf und schien dann lautlos in den Saturn zu stürzen.

„Da war nichts“, sagten die Forscher erleichtert.

Ockham rasierte sich und ging zu Bett. 

Zwei Generationen später entdeckte ein Mensch auf der Suche nach Sinn drei Tagebücher von drei dieser Menschen aus drei verschiedenen Regionen. Sie alle überlieferten einen Traum mit erstaunlichen Gemeinsamkeiten. Bei seiner Forschung stieß er bald auf eine Mauer des Schweigens.

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