Das Gute, das ich tun will, tue ich nicht. Das Böse, das ich nicht tun will, tue ich. Mein Leben bleibt ein Tasten in Zeit und Raum. Auch nach fünf Jahrzehnten. Ich begegne Menschen. Menschen begleiten mich. Ich begleite Menschen. Was mir Menschen erzählen, prägt mich. Es lässt mich nicht kalt, wenn ich von Krieg und Gewalt höre. Ich teile den Frieden und die Sicherheit, die mich ruhig schlafen lassen. Ich habe Angst, dass Leipzig von der Oase zum Angstraum wird. Manchmal will ich lieben...
Es sind doch nur wenige Schritte. Ich muss nur da kurz hoch. Es geht aber nicht vorwärts. Rückwärts immer. Es geht steil nach oben. Gegenwind pfeift um die Ohren. Die Muskeln versagen. Ich breche zusammen. Da ist kein Berg in Leipzig. Ein Knoten von vielen Wassern. Ein Knoten aus rauschendem Blut. Durchzieht den zerbrechlichen Körper. Ich bin bin nicht betrunken. Es ist ja erst die dritte Stunde. Der Körper hat keine Kraft. Seltsam wie ohnmächtig ich bin. Urteilt doch. Das fällt euch so...