Aus unruhigen Träumen schrecke ich hoch.
Leichter Regen trägt feuchte Luft in das Zimmer.
Die Lichter der Stadt schimmern durch Fenster.
Eine Straßenbahn biegt um die Ecke.
Ich lausche in mich.
Was mache ich hier und heute?
Wofür lebe ich in diesem Augenblick?
Erinnerungen steigen auf.
An Menschen, die mein Leben begleiten.
An Ereignisse, die mein Denken prägten.
Zeitenstille.
Die Augen werden feucht.
Dankbar spüre ich eine Gegenwart.
Menschen haben den Weg vollendet.
Mein Weg beginnt jeden Tag neu.
Ich stehe auf und ziehe mich an.
Dunkel und verlassen wirkt die Stadt.
Und doch gibt es bereits Licht.
Wer braucht heute ein Wort?
Wem hilft eine Tat?
Wo begegne ich einer anderen Seele.
In den Häusern suchen nach Sinn,
die in der brüchigen Welt erwachen.
In den vielen Worten,
denen keiner mehr traut.
Verbirgt sich das göttliche Du.
Meine Seele hat Durst.
Die Welt kann nur enttäuschen.
Doch mitten unter uns.
Entdecke ich die Quelle.
Ich trinke.
In Deine Hände lege ich den neuen Tag.


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