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Durchwachte Nächte

In den letzten Nächten konnte ich nicht einschlafen. Medizinisch führte die Dialyse zu einer klassischen Nebenwirkung: unruhige Beine. 

Wäre Sommer, hätte ich vielleicht eine Nachtwanderung unternommen. 

So aber war es draußen zu kalt. 

Beim unruhigen Gang zum Wohnzimmer und Wechseldusche im Bad wanderten meine Gedanken in die Bibel. 

Jesus war oft wach in der Nacht. 

Er nutzte die Zeit zum Gebet und zu Begegnung mit Menschen, die teilweise nur heimlich zu ihm kamen. Der Pharisäer Nikodemus hatte Angst um seinen Ruf. Jesus akzeptierte das. 

Unsicherheit, das Verborgene und Suche nach einer tiefen Wahrheit prägen die Nacht. 

Der Schutz der Nacht bereitet neue Kapitel im Leben vor. 

Vor seiner Verhaftung betet Jesus am Ölberg. 

Allein. 

Die Jünger schlafen. 

In Wien ging ich eines Nachts auf den Ulrichsplatz im siebten Bezirk. Ein Mann aus Kanada fragte nach dem Weg zum Westbahnhof. Am Ende ging es um den Glauben, weil ich erwähnte, dass ich Theologie studiere. 

In Regensburg hatte ich zwei Jahre nachts Zugang zu einer Kirche. 

In Leipzig genügt der äußere Blick auf die Michaeliskirche als Gebet. 

Langsam kommt die Müdigkeit. 

Ich gehe im Traum durch den Wald. 

Warm ist das Bett. 

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Kommentare: 1
  • #1

    Charis Haska (Samstag, 07 Februar 2026 19:50)

    Das sind viele erhellende Gesichter der Nacht! Möge Gott Ihnen Wachen und Schlafen segnen ...