Kaffee mit Hund und Katz


Noch eben wanderte ich durch die Räume eines Hauses, die Hand auf dem warmen Rücken einer Katze. Süße Erinnerung einer Kindheit. Dann wird das Fell unter meinen Fingern zum Stoff der Bettdecke, und die Wellen und Teilchen gerinnen zur Materie. Die Wärme bleibt, doch sie hat keinen fremden Puls mehr; sie ist nun das leise Summen in meinem Arm – jener beschleunigte Blutstrom des Shunts, der die Grenze zwischen meinem Inneren und der rettenden Maschine markiert und jeden zweiten Tag den Takt meines Wachbewusstseins vorgibt.

In dieses haptische Erwachen bricht ein neuer Rhythmus. Es ist das vertraute Taps Taps kleiner Pfoten auf dem Boden, ein Geräusch, das den Raum zwischen den Welten endgültig schließt. Es bellt, ich bin wach und wundere mich, dass ich nun Hunde mag...was ist da nur geschehen? 

Manchmal hat das Schicksal einen besonders schrägen Humor. Der erste Hund war ein großer Schäferhund im Haus meiner Tante. Ich hatte anfangs große Angst vor ihm. Später spielten wir zusammen Tauziehen mit einem Kissen. 

Nicht die Dinge beunruhigen uns, sondern die Deutung der Dinge. 

Nein, das ist nicht ein Spruch ohne Tiefgang. Dahinter stehen viele konkrete Erinnerungen, die mich prägten. 

Nochn Kaffee? 



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