Neben mir sitzt Jesus und nippt am Espresso. Ein Bild, das nach gemütlichem Kitsch riecht – bis man begreift, dass der lebendige Gott uns genau hier mit konkreten Erwartungen herausfordert. Ein neuer Kaffeegedanke über den trinitarischen Urtanz mitten im Alltag und die Entdeckung des Heiligen abseits von Kirchenmauern.
Ach, HERR, wie sind meiner Feinde so viele und erheben sich so viele wider mich! Sie starren auf mich, ohne mich zu sehen, gefangen in der großen Nicht-Begegnung. Die Blicke flüchten kalt zum Fenster hinaus, während wir uns stumm im Wagen drängen. Viele sagen von mir: Wo soll er denn sein, dieser Gott zwischen all den stummen Naturgesetzen? Nichts war da und nichts folgt am Ende. Sie messen meinen Wert am Nutzen für sie, sie verurteilen meine Erschöpfung in der drückenden Hitze dieses...