Was hat ein „falsch“ parkender Skoda mit moderner Quantenphysik zu tun? Dieser Text verbindet die wissenschaftliche Sensation massereicher Atome, die an zwei Orten gleichzeitig existieren, mit der Suche nach Gott im Unvorhersehbaren. Eine Einladung, das Kontrollbedürfnis loszulassen und Gott nicht als starren Krisenmanager, sondern als das tragende Geheimnis in einer offenen Welt zu entdecken.
Eine radikale Absage an eine hohle Wohlfühl-Religiösität. Dieser Text verortet das „ewige Du“ nicht in der Macht, sondern in der Ohnmacht: bei den Leidenden, den Einsamen und in der freilassenden Liebe. Ein Plädoyer für einen Glauben, der den Blick auf das Unrecht dieser Welt nicht scheut und die innere Stimme gegen jede Gewalt schärft.
Macht ist eine hartnäckige Illusion. Ich sitze im Zug. Mein Ziel ist Weimar. Ich vertraue darauf, dass das Zusammenspiel der Menschen und der Technik funktioniert. Natürlich bin ich frustriert, wenn der Zug auf freier Strecke stehenbleibt. Natürlich will ich wissen, was da schiefläuft. Am Rückweg stehe ich. Andere waren schneller. Eine Gruppe alter Frauen schimpft sitzend über die Jugend. Wir wissen immer, was andere machen müssten. Wir urteilen doch so gerne. Früher war ja alles...
„Wir fühlten alle, wie tief und furchtbar die äußeren Mächte in den Menschen hineingreifen können bis in sein Innerstes, aber wir fühlten auch, daß es im Innersten etwas gab, was unangreifbar war und unverletzbar.“ Anna Seghers
Jedes Gefühl, das dich belastet, vergeht auch wieder, sobald du es erkennst und vertraust, dass die gegenteilige Gefühlsregung ebenso in dir existent ist. Hildegard von Bingen
Es klingt so einfach: bei Euch soll es nicht so sein... Bei den Christen soll derjenige, der Macht anstrebt, der Diener aller werden. Hatte Jesus nicht das Kind in die Mitte gestellt? War damit nicht eigentlich alles gesagt? Und dann wurde Dienst zum hohlen Wort. Der Diener kokettiert damit Diener zu sein. Er wird zur wichtigsten Person der Gemeinde, ohne den in der Gemeinde nichts läuft. Macht wird spiritualisiert. Da sei ja keine Macht, da sei nur Dienst in der Kirche. Der Diener der Diener...