Eine Fahrt auf der A9 von Leipzig nach Regensburg auf Expedition an die Grenzen von Raum und Zeit. Zwischen Teleskopdaten und Schöpfungsberichten suchend nach dem, was Halt gibt. Ein Text über die Dehnbarkeit des Universums und die Bodenhaftung des beseelten Staubkorns Mensch.
Was hat ein „falsch“ parkender Skoda mit moderner Quantenphysik zu tun? Dieser Text verbindet die wissenschaftliche Sensation massereicher Atome, die an zwei Orten gleichzeitig existieren, mit der Suche nach Gott im Unvorhersehbaren. Eine Einladung, das Kontrollbedürfnis loszulassen und Gott nicht als starren Krisenmanager, sondern als das tragende Geheimnis in einer offenen Welt zu entdecken.
7. April 2026 zwischen 00:44 Uhr und 01:25 Uhr MESZ herrscht absolute Stille. Ich schreibe diesen Text als ferner Beobachter am Bildschirm. Wichtige Teile der Erfahrung bleiben mir verschlossen. Am Abend des 6. April erreicht die Orion-Kapsel der Artemis-Mission den Mond. Kurz nach Mitternacht dann Funkstille auf der Rückseite. Für die Crew ist es technische Präzision, für uns ein Bild auf dem Schirm. Beide Reaktionen markieren die Grenze dessen, was ein Mensch verarbeitet, wenn er den...
„Ich weiß einen, der ein Festmahl geben wird!“ „Wer denn?“, fragte Ida. Michel schlug noch einmal mit der Faust auf die Kiste. „Ich!“, sagte er. Und dann erzählte er, wie es werden sollte. Ein Festmahl sollte es werden, dass es nur so krachte, denn nun sollten alle Menschen aus dem Armenhaus von Lönneberga hierher nach Katthult kommen, und zwar auf der Stelle! Astrid Lindgren, Michel muss mehr Männchen machen
„Ich will das, was du willst, ohne mich zu fragen, ob ich es kann. Ohne mich zu fragen, ob ich Lust darauf habe. Ohne mich zu fragen, ob ich es will.“ Madeleine Delbrêl
Theologen und Schriftgelehrte haben ihre eigene Sprache. Bestimmte Begriffe kommen immer wieder und werden in bestimmter Weise genutzt. Und es kommen immer gleiche Grundthemen. Bei mir ja auch. Wer meine Texte liest, kann sicher sein, dass ich auf das Thema Leid und Ohnmacht komme. Habe ja nun auch Theologie durchaus studiert mit heißem Bemühen. Da steh ich nun, ich armer Tor und verstecke mich hinter dem starken Rücken anderer Denker. Natürlich möchte ich gerne wissen, wie Jesus damals...
Viel kann ich nicht tun. Der Blick in die Medien macht mir klar, dass es viele Nöte in der Welt gibt. In der Ukraine, Israel, Armenien und an vielen anderen Orten haben Menschen Angst und erleben ihre Ohnmacht. An den Grenzen Europas hoffen Menschen auf Rettung und Zukunft. Am Leipziger Hauptbahnhof entfliehen Jugendliche und Heimatlose in Drogen und Alkohol. In einer Wohnung weint ein verlassenes Kind. Einsam. Gerade an Weihnachten machen Hilfsorganisationen darauf aufmerksam, wo Hilfe nötig...