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Nicht Wie Die Theologen Reden

Propstei Leipzig
Propstei Leipzig

Theologen und Schriftgelehrte haben ihre eigene Sprache. Bestimmte Begriffe kommen immer wieder und werden in bestimmter Weise genutzt. Und es kommen immer gleiche Grundthemen. Bei mir ja auch. Wer meine Texte liest, kann sicher sein, dass ich auf das Thema Leid und Ohnmacht komme. Habe ja nun auch Theologie durchaus studiert mit heißem Bemühen. Da steh ich nun, ich armer Tor und verstecke mich hinter dem starken Rücken anderer Denker. 

Natürlich möchte ich gerne wissen, wie Jesus damals gepredigt hat. Irgendwie hat es anders gewirkt. Das alte Wort klang irgendwie neu und aufregend. Manchen brannte das Herz. 


Manche fanden es wohl auch zu neu und aufregend. Sie regten sich auf. Jesus behinderte ihren ruhigen Alltag. Am Ende brachten jene, die sich so gern aufregen, Jesus auch ans Kreuz. 

Jesus sprach anders. Nicht wie die Theologen und Schriftgelehrten. 

Vielleicht ist es gerade das. Er brennt für sein Thema. Er redet von dem, was ihm wichtig ist. Wer will, kann ihn begleiten. Wer ihn verlassen will, weil seine Worte nicht zur eigenen Erfahrung passen, kann gehen. 

Es geht darum, in aller Ruhe von dem zu reden, was in eigener Ohnmacht und Leid getragen hat. Es geht nicht darum, mit Worten für sich selbst zu werben, um viele Follower zu haben. 

Prüft das, was ich da sage. Es ist meine Erfahrung. Vielleicht passt es zu Eurem Leben. Was nicht passt, vergesst wieder. 

Es geht darum, Wegweiser zu sein. Auch für die Kirche kann es nur darum gehen, als Wegweiser am Rande des Weges zu stehen. Niemand bleibt dort stehen. Jeder vergleicht die Info am Wegweiser mit seinem Routenplaner und fährt weiter zum Zielort. 


Wilhelm-Leuschner-Platz, Leipzig
Wilhelm-Leuschner-Platz, Leipzig

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