„Ich betrachte das Bewusstsein als fundamental. Ich betrachte die Materie als ein Derivat des Bewusstseins. Wir können nicht hinter das Bewusstsein gelangen. Alles, worüber wir sprechen, alles, was wir als existent betrachten, setzt Bewusstsein voraus.“ Max Planck Wir haben immer Energie. Das ist der Grundzustand des Universums. Warum aber ist da immer Energie im Universum? Drei Theorien: 1 (Die kosmische Perspektive): Das Universum schläft nie, weil eine unzerstörbare Quanten-Urenergie...
Schadensbegrenzung durch sofortige Dissoziation Ein steiler Hang, eine ungewöhnliche Fahrprüferin und ein ungebremster Aufprall auf die Naturgesetze. In diesem surrealen Traumfragment wird der physikalische Totalschaden zur metaphysischen Chance: Wie man das Wrack des Lebens in einen Flechtkorb packt, das Ich-Bewusstsein aktiviert und am Ende erleichtert zum Buffet des Lebens geht.
Das Ich am Beifahrersitz schläft Nach vielen Monaten fahre ich wieder nach Regensburg. In der Altstadt nahe dem Dom biege ich links ab. Das mache ich immer so. Ein Auto kommt mir direkt entgegen. Da erst erkenne ich: „Ups, das ist jetzt eine Einbahnstraße!“ Wer ist hier eigentlich gerade gefahren? Ich? Oder ein biologischer Autopilot, der mein „Ich“ erst dann aus dem Standby holt, wenn es brenzlig wird? Die modernen Neurophilosophie und die Kognitionswissenschaften wissen: das ich ist...
Kalt und nass ist der Frühling. Nach Leipzig führt von Nord nach Süd die vierspurige B2. Sanft gleitet der Skoda. Meine Gedanken schweifen ab. Leben im Automatik-Modus. Ein selbstfahrender Mensch ohne Ich. So vertraut ist alles hier seit Jahren. Ich blinke und biege ab. Ein Rütteln, dann ein Schlagloch. Willkommen am Leipziger Kopfsteinpflaster!
Aus dem Konklave, der Versammlung der Kardinäle, die den Papst wählen sollen, gibt es keine Informationen. Nur der schwarze Rauch aus dem Kamin der Sixtinischen Kapelle lässt erahnen, dass es nicht so leicht ist, eine deutliche Mehrheit zu finden. Gesucht werde nicht ein Nachfolger für Papst Franziskus, sondern der Nachfolger des Apostels Petrus. Ein spannender Apostel. Der Fischer hatte erst fest behauptet, er werde Jesus bis in den Tod folgen, leugnete dann aber aus Angst dreimal, Jesus...
Manche Schmerzen kann ich lange ignorieren. Die Sorgen des Alltags sind einfach stärker. Mitten im Tun blicke ich auf und entdecke eine Schwellung am Finger. Hat da eine Mücke gestochen? Andere Schmerzen verstehe ich. Sie haben Sinn. Am rechten Arm wird bei mir regelmäßig gestochen. Die Stiche sind manchmal schmerzhaft, aber sie haben einen Zweck. Sie verbinden den Shunt mit der Dialysemaschine, die Blut reinigt, um die Nierenfunktion zu ersetzen. Und dann gibt es Schmerzen, die mit Wucht...
Warum brauchte Thomas die Wunden und Paulus den radikalen Sturz? Über die Unmöglichkeit, das „Ich“ eines anderen ganz zu kennen, und die Herausforderung, der Auferstehung zu vertrauen. Ein Text über historische Fragen, die Grenzen unseres Wissens und die Überzeugung des Paulus, dass ohne diesen Funken Hoffnung alles andere leer bliebe.
Dass ich ein Mensch bin, teile ich mit anderen Menschen. Dass ich sehe und höre, dass ich esse und trinke, ist mir gemeinsam mit allen Tieren. Aber dass ich bin, ist nur mir eigen und gehört mir und niemandem sonst; keinem anderen Menschen, keinem Engel und auch nicht Gott – außer insofern, dass ich eins bin mit ihm. Meister Eckart (1260 - 1328)