Ein persönlicher Brief an Simon Petrus über das gemeinsame Schwanken zwischen Anspruch und Wirklichkeit. Diese Analyse beleuchtet die biblische Ambivalenz des Apostels, sein Verhältnis zu Maria Magdalena und die mühsame Umkehr des ‚Tankers Kirche‘. Inklusive einer kleine Übersicht von Quellen zum Weiterlesen.
Ein seltsames Gebot: Mach Dir kein Bild. Mach auch kein Gleichnis. Gott ist mit nichts im Himmel vergleichbar. Gott ist mit nichts auf der Erde vergleichbar. Und erst recht Vergleiche mit negativen Dingen passen nicht. Und dann entfaltet die Bibel selbst Bilder. Gott begegnet in der Feuersäule. Gott begegnet im brennenden Dornbusch. Gott begegnet im leisen Säuseln des Windes. Gott wählt und verwirft. Und dann kommt Jesus: Auch er fordert noch einmal auf, nicht dorthin zu gehen, wo andere...
Mt 5,37 Das Kind sagt Nein. Er will heute nicht zur Schule. Sein Nein ist ein Nein. Und nun? Als Eltern sind wir es gewohnt, so ein Nein nicht einfach stehen zu lassen. Während Corona sagten viele Menschen Nein zur Impfung. Die Politik versuchte, dieses Nein in ein Ja zu verwandeln. Ja oder Nein. Wer sich entscheidet, muss mit Widerstand rechnen. Trotzdem sind Menschen wertvoll, die eine klare Meinung haben. Wir wissen, woran wir sind. Wir können darauf reagieren. Die Perikope steht im...
Wer einen Turm bauen will, setzt sich erst einmal hin und rechnet. Jesus geht es nicht wirklich um Türme. Er hat das Leben des Menschen im Blick. Im Leben ist der nächste logische Schritt nicht immer so leicht zu errechnen. In meinem Leben habe ich oft hoffnungsvoll Dinge begonnen, die ich abbrechen musste. Hätte ich besser rechnen müssen? Vielleicht. Vielleicht ist es aber auch so: Der richtige Weg zeigt sich erst im Gehen. Wir lernen einen Menschen kennen. Wir verbringen mit ihm Zeit. Es...
Die grundlegende Rolle einer Haustür ist durch die Jahrtausende unverändert: den Zugang schützen, verhindern oder genehmigen. Es geht um einen privaten Bereich, den nicht jeder betreten soll. Jesus greift das Bild der Tür auf, um zu erklären, wer in das Reich Gottes darf. Im Allgemeinen lassen wir ja Menschen rein, die wir kennen und denen wir vertrauen. Wenn uns ein Mensch erinnert, dass wir uns von einem gemeinsamen Fest kennen, lassen wir ihn vielleicht auch herein. Bei Jesus scheint es...
Theologisch sympathisiert dieser Text mit der Allversöhnung: Am Ende siegt die Liebe, nicht die Qual. Eine kritische Auseinandersetzung mit der Hölle als Machtinstrument und das Bild vom „toten Drachen“, dessen Schwanz noch immer Verwüstung anrichtet. Ein Plädoyer für einen Monotheismus, der keinen Platz für einen ebenbürtigen Gegenspieler Gottes lässt.
Ich will an die Spuren des ewigen Du denken; was ich gefunden habe, will ich erzählen: Aus Sternenstaub entstanden die Wunder der Erde; Ausfluss der Liebe ist Dein Werk. Nicht zu nah und nicht zu fern ist die Sonne. Weisheit ist in der Schöpfung sichtbar. Die Gläubigen erahnen das ewige Du. Alles zu erzählen sprengt ein Leben. Die Zeit ist zu kurz, die Wunder zu preisen. Vom tiefsten Punkt im Ozean bis zum höchsten Berg im Himalaya Vom Einzeller bis zum komplexen Leben, dass bewusst diese...