40 Jahre am Tisch des Herrn

Tut dies zu meinem Gedächtnis !

Am 24. Mai 1981 stand ich mit 12 Mädchen und 12 Jungs vor der Kirche St. Martin in Barbing. Es war eine feierliche Stimmung. Ich erinnere mich an die unbeschwerte Freude, die ich empfand. 

Vor seinem Tod hatte Jesus seinen Jüngern erklärt, wie sie an ihn denken sollen. Ein gemeinsames Mahl sollte es sein. Brot und Wein stehen für Jesus. Für seine Bereitschaft alles zu geben. Das Leben loslassen, um anderen Leben zu ermöglichen. 

Hört mal zu, ihr Apostel: Ich werde bei Euch sein, wenn ihr das Brot teilt und von Wein trinkt. Ich werde bei Euch sein, wenn ihr Euch mit denen aussöhnt, die von Euch getrennt sind. Ich werde mitten unter Euch sein, wenn ihr anderen in Liebe begegnet. 

Klingt nicht allzu kompliziert. Und so freute ich mich einfach, dass ich begleitet werde auf meinem Weg. Mir war das wichtig, weil ich oft genug im Krankenhaus war. 

Erst später lernte ich, wie umfangreich die Theologie hinter diesem Zeichen seiner Gegenwart ist. Manchmal wünschte ich, es könnte noch einmal so einfach sein und wir würden einfach vergessen, was die Christen trennt. Wir teilen das Brot, wir trinken gemeinsam vom Wein. Und Jesus ist wieder da. Und mit ihm die, die wir unterwegs loslassen mussten. Und aller Streit schweigt beschämt vor seinem Blick. Wusstet ihr nicht, dass ich bei Euch bin alle Tage bis zum Ende der Welt? Habt ihr wirklich nicht verstanden, was zählt?